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Die direkte Wundbehandlung
Hier muss nun stadiengerecht gearbeitet werden. Hier wird vor allem auf die Farbe dies Wundgrundes (Nekrose, Fibrinbeläge, Granulation), der Exsudationsgrad und der Grad der Infektion geachtet. Anhand dieser Kriterien kann man die Therapie abgeleiten. Als Grundprinzip gilt dabei heute die feuchte (nicht nasse!) Wundbehandlung.
An dieser Stelle soll nochmals auf die Wichtigkeit der konservativen Wundbehandlungen (Kompressionsbehandlung, Druckentlastung bei Druckgeschwüren...) und die direkte Beeinflussung ursächlicher Faktoren ( Ernährung, Diabetes, Durchblutung,.) verwiesen werden. Es werden oft große Kosten und Mühen auf die direkte Wundbehandlung verwendet (teure Wundauflagen, Lasertherapien, Fibroblastenkulturen,...), ohne dabei adäquat auf die ursächlichen Probleme einzugehen. Achte immer darauf: die beste Wundauflage nützt nichts, wenn man die Ursache außer acht lässt.
Die verschiedenen möglichen Therapieformen, die verschiedenen Formen des Debridements (siehe unten), die unüberschaubare Zahl an verschiedenen Produkten von Wundauflagen, die unzähligen verschiedenen Erfahrungen von Pflegepersonen und Ärzten in der Praxis mit der Wundbehandlung, führen leicht zu einer großen Verwirrung.
Untenstehend sollen wesentliche Merkmale der verschiedenen Techniken aufgeführt werden. Nach dem Beginn der Therapie muss eine gewisse Zeit abgewartet werden um die Fortschritte zu messen. Sind keine Fortschritte erkennbar, müssen die konservative Behandlung und die Beeinflussung der ursächlichen Faktoren überprüft werden, dann erst sollte man eine andere Methode ausprobieren. Jede Wunde reagiert anders: eine Methode die beim einen Patienten wunderbar funktioniert, kann bei einem anderen Patienten gänzlich versagen. Wundmanagement heisst immer auch flexibel sein.
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