7. Biologisches Debridement

Darunter fällt die Madentherapie. Dabei werden unter sterilen Bedingungen Fliegenlarver gezüchtet und in spezielle Wundgaze verpackt. Diese Maden ernähren sich von totem Gewebe, ein ulcus ist deshalb ein "idealer Nährboden". Dabei wachsen sie innerhalb von etwa 5 Tagen von 1 mm auf bis zu einem cm an. Solange kann die Gaze belassen werden. Madentherapien können aber nicht überall eingesetzt werden. In der Nähe von großen Gefäßen z.B, bei Strahlentherpie oder Chemotherapie oder bei bestimmten Infektionen können Fliegenmaden nicht eingesetzt werden, um nur einige Kontraindikationen zu nennen.

e) Honig zur Wundtherapie

Honig zählt wahrscheinlich zu den ältesten Mitteln in der Wundtherapie. Bereits in Ägypten wurde um ca. 2800 v.Chr. schon Honig als Mittel zur Wundtherapie eingesetzt. Honig ist in Österreich nicht offiziell zugelassen. Dennoch sorgt Honig als Wundauflage immer wieder für Diskussionen in der Wundtherapie. Auch zahlreiche Studien befassen sich immer wieder mit diesem Thema (siehe unten), die meisten berichten von positivem Erfolg im Umgang mit Honig. Von den verschiedenen Honigsorten (Lindenhonig, Akazienhonig, Obsthonig, Manuka Honig) die ausprobiert wurden, hat Manuka Honig aus Neuseeland die höchste antibakterielle Wirkung. Manuka übrigens, ist der neuseeländische Teebaum. Grundsätzlich ist dabei zu beachten, dass man kaltgeschleuderten Honig verwendet. Die Wirkung von Honig ist vielfältig: antibakteriell, Verbesserung der Sauerstoffversorgung der Wunde, enzymatische Reinigung, osmotische Wirksamkeit durch Zucker. Das bekannteste Präparat ist die Mebo Salbe, eine Salbe mit Sesamöl, Honig und anderen Stoffen, ein Präparat welches aber in Österreich nicht offiziell zugelassen ist.

Zu bedenken ist zudem, dass bei Diabetikern Honigverbände nicht angwendet werden dürfen.

 

 

Gethin G, Cowman S. Int Wound J. 2005 Mar;2(1):10-5. Case series of use of Manuka honey in leg ulceration. The conclusions drawn were that the use of Manuka honey was associated with a positive wound-healing outcome in these eight cases. Arterial wounds showed minimal improvement only.

 

van der Weyden EA.:Br J Community Nurs. 2005 Jun;Suppl:S21, S24, S26-7. Treatment of a venous leg ulcer with a honey alginate dressing. This result, together with past successes with the use of honey alginate on ulcerated wounds, has led to this product becoming mainstream in the treatment of chronic wounds within our care facility.

 

Natarajan S, Williamson D, Grey J, Harding KG, Cooper RA. 1: J Dermatolog Treat. 2001 Mar;12(1):33-6. Healing of an MRSA-colonized, hydroxyurea-induced leg ulcer with honey. Honey is recognized to have antibacterial properties, and can also promote effective wound healing. A traditional therapy, therefore, appears to have enormous potential in solving new problems.

 

weiter

Home