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c) Xerodressings
Der Stellenwert der Xerodressings (Kohleverbände) ist auch weiterhin im Bereich des modernen Wundmanagements unbestritten. Jedoch ist die Indikation korrekt zu stellen und der phasengerechte Einsatz zu beachten. Speziell Aktivkohle-Wundabdeckungen wie Actisorb silver, Carboflex u.a. sind speziell bei übel riechenden, belgeten Wunden das Mittel der Wahl. Sie sollten grundsätzlich nicht okkludiert werden, sondern mit konventionellen Abedeckungen wie Gazekompressen fixiert werden. Gesellt sich zum üblen Geruch noch eine Infektion hinzu, sind Xerodressings mit Silber von Vorteil. Silber hat einen noch nicht ganz geklärten Effekt auf Wundinfektionen, jedoch spielen hier mehrere Faktoren im Zusammenspiel eine Rolle. Resistenzen sind daher selten. Das Silber ist dabei im Kohlefasernetzwerk "imprägniert" so dass zu keiner nennenswerten Silberfreisetzung und Belastung für den Körper kommt. Indikationen sind somit:
- Übelriechende Wunden
- Reinigung infizierter oder infektsionsgefährdeter Wunden
Da es sich um eine trockene Wundauflage handelt, sind solche Kompressen nur sinnvoll bei feuchten / nassen Wunden. Bei trockenen Wunden kann der antibakterielle Effekt nicht ausreichend zur Wirkung kommen. Eine Kombination mit Alginaten ist möglich. Auch hier empfiehlt sich wieder ein Wundrandschutz mit Zinkcreme oder Aquacell.
Quelle: Kammerlander, Eberlein: Xerodressings, Procare 3/2006, S.20-24
5. Enzymatische Wundreinigung:
Die oben beschriebenen Methoden der Wundreinigung beziehen sich auf eine autolytische Wundreinigung mit Hydrofasern oder Alginaten. Wie beschrieben gibt es noch die Möglichkeit der enzymatischen Reinigung. Dazu zählen v.a. Salbenverbände wie z.B.
- Fibrulan Salbe: Für eine optimale Wirkung muss der Verband alle 6-8 Stunden erneuert werden. Anwendungsgebiete ist z.B. ein ulcus cruris.
- Iruxol Salbe: sollte eigentlich nicht mehr verwendet werden (wegen Chloramphenicol, einem Antibiotikum)
- Leukase Kegel: ein antibiotisch-enzymatisch wirksames Präparat, welches zur Wundreinigung in die Wunde eingelegt wird. Die Kegel verursachen nicht slten starke Schmerzen, auch Allergien sind relativ häufig.
Enzyme werden heute eher selten eingesetzt. Sind sind zeitaufwendig und teuer. Enzymatische Wundreinigung ist somit nur selten erste Wahl zum Debridement einer Wunde, bei Nichtansprechen auf andere Behandlungsmethoden ist aber der Einsatz von Enzymen zu überlegen.
Neuerdings werden auch Krabben-Kollagenasen als enzymatisches Debridement eingesetzt. Diese sollen eine bessere Wirksamkeit haben als bisher bekannte Enzyme. Optionen des Debridements in der Therapie chronischer Wunden.
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