2. Schaumstoffe

 

Schaumstoffe gehören zu jenen Wundauflagen, die Exsudat aufnehmen können und ihre Größe und Form dabei nicht verändern. Die Schäume (Innenleben des Schaumstoffes) sind sehr porenreich und saugen wie ein Schwamm. Mittels Kapillarkraft können sie größere Mengen Flüssigkeit (Wundexsudat, etc.) aufnehmen. Außerdem sind sie durchlässig für Wasserdampf und Gase.

Aufgebaut sind die Schaumstoffe aus einer Polyurethanschaumplatte, wobei Dicke, Porengröße und Struktur variieren können. Sie sind ein- bis mehrschichtig mit oder ohne Klebeschicht erhältlich. Es gibt auch Schaumstoffe, welche aus Silikon bestehen.

 

Eigenschaften:

Der Schaumstoff nimmt Exsudat gut auf und hält die Wunde feucht. Außerdem weist er Bakterien und Wasser ab. Für den Patienten wird ein verletzungsfreier, schmerzfreier Verbandswechsel ermöglicht. Der Schaumstoff verklebt nicht mit der Wunde, besitzt eine Polsterwirkung und fördert die Granulation und die Epithelialisierung

Anwendungsgebiete: Belegte Wunden, mäßig bis stark nässende Wunden

Der Schaumstoff kann bis zu sieben Tage auf der Wunde belassen werden, bei starker Sekretion der Wunde ist ein täglicher Verbandswechsel aber nötig.

3. Hydrogele:

 

Hydrogele bestehen aus einem hohen Wasseranteil aus und sind in Tuben erhältlich. Prinzipiell werden Hydrogle bei sehr trockenen Wunden angewendet. Sie sorgen dann für ein feuchtes Wundmileau, lösen dann Wundbeläge und kleinere Nekrosen auf. Durch das Feuchthalten wird ebenso ein schmerzfreier Verbandswechsel gewährleistet. Zudem kühlen Gele die Wunde und haben dadurch häufig eine schmerzlindernde Wirkung. Ist die Wunde relativ oberflächlich wird das Gel in Streifen aufgetragen, der Wundrand evt. geschützt und mit einem Sekundärverband -(sehr gut eignen sich Folien oder Hydrokolloide) abgedeckt. Das Gel kann 2-3 Tage in der Wunde bleiben, möchte man eine rasche Auflösung der Beläge erwirken kann auch täglich gewechselt werden.

 

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