ÜBUNG 3

 

Auch diese Übung ist Teil des Programms nach Robin McKenzie. Für diese Übung legt sich der Patient wieder auf den Bauch wie in Übung eins.

Jetzt wird wieder aktiv im Rücken, Becken und in den Beinen entspannt und der Patient beginnt sich langsam hochzustemmen, so weit wie es der Schmerz zulässt.

Ist der Schmerzpunkt erreicht, dann wird nochmals versucht sich wirklich vollständig im Rücken zu entspannen. Wenn das gelungen ist und der Schmerz dadurch vielleicht ein wenig nachlässt, dann wird versuchet noch ein wenig mehr hochzugehen. Das Ziel muss sein immer weiter hoch zu kommen, so lange bis Sie wieder freie Beweglichkeit im Rücken haben. Vollständige Beweglichkeit ist erreicht wenn man fast 90° abwinkeln kann - siehe Abbildung unten. Von dieser Übung werden etwa zehn Wiederholungen gemacht.

WICHTIG:

DIE ENTSPANNUNG IM RÜCKEN IST EIN WICHTIGER TEIL DER ÜBUNG. DER PATIENT SOLL SICH ZEIT LASSEN ZEIT BEI DIESER ÜBUNG. FALSCH IST, MIT EINEM TEMPO HOCH UND RUNTER GEHEN ALS WÜRDEN MAN LIEGESTÜTZE MACHEN.

Was geschieht bei dieser Übung?

Durch die enorm wichtige aktive Entspannung des Rückens, des Beckens und der Beine bei dieser Übung muss nun neben der Arm- und Schultermuskulatur die Bauchmuskulatur und der Lendenmuskel ( Ileopsoasmuskel: siehe Hompage) die gesamte Arbeit übernehmen. Dadurch wird die Bauchmuskulatur gestärkt, gleichzeitig steigt die Beweglichkeit.

Das ist ein wichtiges Wirkprinzip der Übungen. Sie beeinflusst vor allem die Bauch- und Lendenmuskulatur und die BeweglichkeitDurch die Entspannung im Rücken während den Übungen muss die Bauch- und Lendenmuskulatur einen Teil der Arbeit übernehmen, es findet eine aktive Verlängerung der Muskulatur statt, das heisst, die Muskulatur muss während Sie gedehnt wird arbeiten.

 

Nachdem diese Übungen durchgeführt wurden, wird der Therapeut das Ergebnis evaluieren und nach den Angaben des Patienten weiter handeln.

WELCHE REATKIONEN KÖNNEN BEI DIESER ÜBUNG AUFTRETEN

 

1. Eine Rückwärtsneigung über 45° ist gut möglich, schmerzt nur wenig und wurde vielleicht sogar nach den Übungen im Rücken als angenehm empfunden. Der Therapeut wird dann weitere Übungen durchführen.

2. Die Übung schmerzt zwar ziemlich, aber eine relativ gute Beweglichkeit (über ca. 40°) in der Rückbeugung ist möglich, auch wenn dafür immer wieder kurze "Zwischenstopps" zur Entspannung der Rückenmuskulatur eingelegt werden mussten. Auch hier wird sich der Therapeut entschließen, die nächste folgende Übung durchzuführen.

3. Die Übung verursacht stärkste Schmerzen wenn der Oberkörper auch nur wenige Grade zurückgeneigt wurde. Sollte der Schmerz vor allem im Bein schlimmer werden, oder sollte gar ein taubes Gefühl neu hinztreten, dann wird der Therapeut voerst abbrechen und nach alternativen suchen.

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