Welche Untersuchungen habe ich bei Nackenschmerzen oder Bandscheibenvorfällen im Bereich der Halswirbelsäule zu erwarten?

 

Die Diagnose von Nackenproblemen beginnt mit einer gründlichen Anamnese. Eventuell müssen Sie dabei einen Fragebogen ausfüllen. Dann wird Ihr Arzt Ihnen Fragen stellen, um herauszufinden,wie die Probleme begonnen haben, was Ihre Symptome verschlechtert oder verbessert, und wie die Symptome Ihre tägliche Tätigkeit beeinflusst. Danach werden aufgrund dieser Erhebungen weitere Untersuchungen durchgeführt.

Zuerst werden die Muskeln und Gelenke Ihres Halses auf ihre Funktion hin überprüft. Es ist wichtig, dass Ihr Arzt sieht, wie Ihr Hals ausgerichtet wird, welche Bewegungen noch möglich sind und wo genau es schmerzt.

Danach werden Tests durchgeführt, um die Funktion der Nerven zu überprüfen. Diese Tests überprüfen Ihre Reflexe, die Kraftentwicklung in Arm und Händen und ob Sie an einer Taubheit in Ihren Armen, Händen, oder Fingern leiden.

Danach stehen je nach Erstbefund bildgebende Verfahren an um die Wirbelsäule in Ihrem Aufbau zu beurteilen. Bildgebende Verfahren stellen aber immer nur Momentaufnahmen dar. Schmerzzustände oder Bewegungseinschränkungen können über bildgebende Verfahren nur schlecht bis gar nicht beruteilt werden. Bildgebende Verfahren können Probleme am Knochen, Infektionen, Knochen-Geschwülste, oder Brüche darstellen. Eine Röntgenaufnahme der Halswirbelsäule kann Ihrem Arzt auch Information darüber geben, ob und in welchem Ausmaß degenerative Veränderungen aufgetreten sind oder ob Verengungen vorliegen. Ein Röntgen der Halswirbelsäule (HWS) ist gewöhnlich das erste bildgebende Verfahren das angewendet wird. Dabei wird die HWS meist von vorne und von der Seite abgebildet. Der Vergleich beider Seiten erlaubt dem Arzt zu sehen, wie viel Bewegung zwischen jedem Rückgratsegmenten noch vorhanden ist.

Die Magnete-Resonanz-Tomographie (MRI oder auch MRT) verwendet magnetische Wellen, um Bilder der Wirbeläule herzustellen.  Ein MRT erlaubt vor allem die weichen Gewebestrukturen wie die Bandscheiben, Gelenke und Nerven besser darzustellen, während der Knochen im normalen Röntgen besser beurteilbar ist.

Eine Computertomographie (CT) wird angwendet wenn entweder die Möglichkeit einer MRT nicht besteht oder wenn in erster Linie Probleme am Knochen vermutet werden, da mit dem CT knöcheren Strukturen besser beurteilt werden können als beim MRT.   

Ein Myelogram ist eine spezielle Art der Röntgenuntersuchung, wo ein spezielles Kontrastmittel in den Rückgratsack eingespritzt wird. Das Kontrastmittel zeigt sich dann am Röntgenbild. Vor allem eine Spinalstenose oder sonstige Einengungen können damit gut beurteilt werden. Heute ist diese Methode aber weitgehend vom MRI abgelöst worden.

 

Weitere Tests

Ein Elektromyogram (EMG) ist ein spezieller Test, der verwendet wird, um die Funktion von Nerven zu bestimmen. Der Druck einer Bandscheibe auf Nervenwuzeln kann zu Schädigungen am Nerv führen, mit Hilfe einer EMG kann man bestimmen inwieweit und ob eine solche Schädigung vorhanden ist. Während des Tests werden kleine Nadeln in bestimmte Muskeln gestochen, und die Reizantwort gemesssen. Wenn eine Änderung in der Funktion des Nervs vorliegt, werden verschiedene Typen von elektrischen Signalen erzeugt. Der EMG-Test zeichnet diese Signale auf, damit kann der Arzt ermittlen, welche Nervenwurzel eingeschlossen wird und wie groß die Schädigung ist.

Wie bereits erwähnt sind nicht alle Ursachen von Nackenschmerzes degenerativen Ursprungs. Um Infektionen oder immunologische Erkrankungen auszuschließen, können unter Umständen auch Blutbefunde notwendig sein.

 

Infobox Rückenschmerzen an der Halswirbelsäule

Bezeichnungen

Nackenschmerzen, Cervicobrachialgie, Zervikobrachialgie, Nacken Schulterschmerz, Nervenwurzelschmerz, Hexenschuss, Bandscheibenvorfall, Radikulopathie, Wurzelreizsyndrom, Kompressionssyndrom, Facettensyndrom, Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule, Wirbelgelenkschmerz, Wirbelsäule, Halswirbelsäule (HWS)

Ziel

Information über die Entstehung von chronischen Nackenschmerzen im Bereich der Halswirbelsäule - oft auch als Hexenschuss bezeichnet - sowie deren Vorbeugung. Es wird die über Möglichkeiten von Übungen bei Rückenschmerzen (Gymnastik bei Rückenschmerzen) informiert.

Schlüsselwörter

Nackenschmerzen, Cervicobrachialgie, Zervikobrachialgie, Nacken Schulterschmerz, Nervenwurzelschmerz, Hexenschuss, Bandscheibenvorfall, Radikulopathie, Wurzelreizsyndrom, Kompressionssyndrom, Facettensyndrom, Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule, Wirbelgelenkschmerz, Wirbelsäule, Halswirbelsäule (HWS), Rückenschmerzen, Übungen bei Nackenschmerzen, Gymnastik bei Nackenschmerzen, Kreuzschmerzen, Hexenschuss, Low Back Pain, Gallertkern, Nucleus Pulposus, Nukleus Pulposus, chronische Rückenschmerzen,radikuläre Symptomatik, Rückenweh, was tun bei Rückenschmerzen, Packi, McKenzie, Brügger

 

 

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Kurzinfo

Die Untersuchung beim Arzt beginnt mit der Befragung, dann folgt die körperliche Untersuchung sowie anschliessend evt. bildgebende Verfahren.