Die Elektronegativität

Ob zwei oder mehr Elemente eine Ionen- oder eine Atombindung eingehen hängt dabei von einem Phänomen ab, das man Elektronegativität nennt. Diese gibt die Fähigkeit eines Elements an Elektronen an sich zu ziehen. Fluor hat dabei die höchste Elektronegativität, ihm wird (sehr willkürlich) der Wert 4.10 zugewiesen. Je höher der Wert, desto höher die Elektronegativität. In manchen Periodensystemen ist die Elektronegativität bereits angegeben, in manchen fehlt sie.

Ob jetzt zwei Elemente eine Ionenbindung oder Atombindung hängt von der Differenz der Elektronegativität ab. Ist er sehr groß, dann zieht das Element mit der großen Elektronegativität das Elektron des Elements mit niedriger Elektronegativität gänzlich zu sich. In Zahlen ausgedrückt: ist er größer als 1.7, dann entsteht eine Ionenbindung, ist er kleiner 1.7 dann eine Atombindung. Verbinden sich zwei Elemente mit gleicher Elektronegativität dann ist die Verbindung unpolar (z.B. zwei Sauerstoffatome), ist ein Unterschied vorhanden (aber kleiner als 1.7) dann entsteht eine polare Atombindung, das heißt das Atom mit der stärkeren Elektronegativität zieht die Elektronen stark zu sich (ist aber aufgrund der Differenz von kleiner als 1.7 nicht in der Lage die Elektronen gänzlich zu sich zu ziehen). Diese Polarität hat später dann auch noch einen Einfluss darauf, ob ein Molekül eine Säure ist oder nicht.

 

c)  Die metallische Bindung (der Vollständigkeit wegen):

In einem Metall gibt jedes Metallatom seine Außenelektronen unter Bildung eines positiv geladenen Metallions (= Atomrumpf) ab, die Metallionen bilden ein Kristallgitter. Die von den Atomen losgelösten Elektronen können sich zwischen den Atomrümpfen frei bewegen und bilden das sog. Elektronengas, was die gute elektrische Leitfähigkeit der Metalle erklärt.

 

Die  Sonderstellung des Wasserstoffs H:

Wasserstoff steht an erster Stelle des Periodensystems und ist in mancherlei Hinsicht ein sehr spezielles Element. So ist es z.B. das einzige Element der ersten Gruppe das kein Metall ist, alle anderen Elemente der ersten Gruppe sind Metalle, Wasserstoff ist ein Gas. Das häufigste vorkommende Isotop ist das H1 Isotop, das heißt Wasserstoff besitzt in aller Regel nur ein Proton im Kern, aber kein Neutron. Es gibt zwar Wasserstoff-Isotope mit Neutronen - jenes mit einem Neutron und einem Proton hat den Namen Deuterium bekommen, jenes Isotop mit einem Proton und zwei Neutronen den Namen Tritium - aber das mit Abstand häufigste vorkommende Isotop ist jenes mit einem Proton und keinem Neutron. Als erstes Atom im Elementensystem besitzt es auch nur ein Elektron in der Hülle. Gibt es dieses Elektron in einer chemischen Reaktion ab, bleibt nur ein Proton übrig, eine Tatsache die später noch für die Definition einer Säure und einer Base wichtig wird.

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