2. Protein (= Eiweiß) und Peptid

 

2.1 Proteine

Neben den Nucleinsäuren der DNA sind die Proteine die wichtigsten hochmolekularen Verbindungen einer jeden Zelle. Wir kennen kein Leben ohne Protein. Fast alle Enzyme sind Proteine. Im Blut erfüllen sie Transport- und Abwehrfunktionen, Proteine sind Stütz- und Gerüstsubstanzen in der Zelle und im Bindegewebe. Häufig verbinden sich Proteine mit zusätzlichen Molekülen, dann entstehen Proteinkomplexe:

a) Aufbau der Proteine

Die Grundbausteine der Proteine sind die Aminosäuren. Ein Protein entsteht dadurch, dass zahlreiche Aminosäuren miteinander verknüpft sind. Ein Peptid besteht aus max. ca. 100 AS, sind mehr als ca. 100 AS miteinander verknüpft, bezeichnet man das Molekül als Protein. Die Abgrenzung ist aber nicht sehr genau.

 

 

b) Aminosäuren (AS) - Die Grundbausteine der Proteine

Wie der Name sagt, enthalten die Aminosäuren mindestens eine Aminogruppe und eine Carboxygruppe. Eine Bindung ist stets mit einem Wasserstoff Atom besetzt, somit ergibt sich folgende allgemeine Formel:

Bisher bekannt sind ca. 150 AS. Die DNA kodiert für 20 AS (siehe späteres Kapitel). Acht von diesen 20 AS kann der Körper nicht selbst herstellen, sie müssen über die Nahrung zugeführt werden und werden essentielle Aminosäuren genannt.

Der Begriff "essentiel (=notwendig) ist allerdings nicht ganz einfach. Für Menschen sind Valin, Methionin, Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, Tryptophan, Threonin und Lysin essentielle Aminosäuren. Semi-essentielle Aminosäuren müssen nur in bestimmten Situationen mit der Nahrung aufgenommen werden, z. B. während des Wachstums oder bei schweren Verletzungen. Cystein ist nicht essentiell im eigentlichen Sinn, aber als Schwefelquelle unentbehrlich. Die übrigen Aminosäuren werden entweder direkt synthetisiert oder aus anderen Aminosäuren durch Modifikation gewonnen. Methionin kann zu einem Großteil aus Cystein synthetisiert werden. Für Kinder ist zusätzlich zu den generell essentiellen Aminosäuren Tyrosin essentiell, da in diesem Lebensalter die Körperfunktion zu dessen Herstellung noch nicht ausgereift ist. Es gibt auch Erkrankungen, die den Aminosäurestoffwechsel beeinträchtigen, dann müssen unter Umständen eigentlich nicht-essentielle Aminosäuren dennoch mit der Nahrung aufgenommen werden.

weiter

zurück zum Inhaltsverzeichnis

Home