c) Carbonyl Verbindungen: Aldehyde und Ketone
1.Aldehyde
Aldehyde zeigen eine COH Gruppe nach der unten stehenden Formel. Ihre Verbindungen Enden mit der Silbe
-al:
Der Trivialname des einfachsten Aldehyds ist Fomaldehyd, ein in der Medizin häufig verwendeter Konservierungsstoff. Formaldehyd ist ein farbloser, stechend riechender Stoff, der bei Zimmertemperatur gasförmig vorliegt. Eine Formaldehyd-in-Wasser-Lösung dient unter dem Namen "Formalin" als Desinfektionsmittel.
2. Ketone
Ketone zeigen eine C=O Doppelbindung. Ketone Enden mit der Silbe
-on. Einfachstes Keton ist das Propanon (Aceton). Aceton ist eine süßlich-fruchtig riechende, leicht brennbare Flüssigkeit. Aceton ist z.B. auch der "klassische" Nagellackentferner. Der typische Geruch ist für die Medizin deshalb von Bedeutung, weil bei der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) im Falle einer Überzuckerung (Hyperglykämie) u.a. Aceton entsteht und abgeatmet wird. Eine Hyperglykämie stellt eine lebensbedrohlicher Zustand dar: eine vertiefte Atmung, Bewusstseinseintrübung und der Acetongeruch der Atemluft sind typische Kennzeichen einer sog. diabetischen Ketoazidose. Wie der Name sagt, entstehen hier auch Säuren, die den pH Wert verändern und im wesentlichen für die große Gefährlichkeit der Ketazidose verantwortlich sind. Das Aceton selbst, das dabei entsteht, ist im Gegenstatz dazu relativ ungefährlich, es wird schlicht nur abgeatmet.
d) Cabonsäuren
Carbonsäuren enthalten eine sog. Carboxy Gruppe (COOH). Für sie wird schlicht die Silbe:
-säure verwendet. Im Organismus geben sie meist ihr Wasserstoffatom ab, werden somit zu Ionen, den Säureresten, sie erkennt man an der Silbe
-at. Die einfachste organische Säure ist die Ameisensäure (systemische richtiger Name: Methansäure). Der Name des Salzes ist das Formiat (systemisch richtiger Name: Methanat). Die Ameisensäure kommt, wie der Name sagt, bei manchen Waldameisenformen vor, die diese Säure zur Verteidigung nutzen, ebenso wie die Ameisensäure Bestandteil des Bienengiftes, des Giftes der Quallen oder der Brennesseln ist. Die Ethansäure wird Essigsäure genannt, der dazugehörige Säurerest wird Acetat genannt.
Acetat ist ein häufiges Zwischenprodukt im Stoffwechsels; es wird beim Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißstoffen gebildet.
Carbonsäuren gehören zu den am längsten bekannten Verbindungen, deshalb werden anstatt der eigentlich Korrekten Systemnamen (Methansäure, Ethansäure, Propansäure,....) meist die Trivialnamen verwendet: Ameisensäure (Methansäure), Essigsäure (Ethansäure), Buttersäure (Butansäure), ...