7.2 Auswirkung des pH Wertes auf die Medizin

Für den menschlichen Organismus ist der Konstanthaltung des pH Wertes von besonderer Bedeutung. Die Molekülform der Proteine und Enzyme ist abhängig von einem konstanten pH Wert, sinkt oder steigt er, so verformen sich diese Moleküle und können ihre Funktion nicht mehr aufrecht erhalten, die Durchlässigkeit von Zellmembran ist gestört, die Elektrolytverteilung entgleist, der Stoffwechsel bricht zusammen.

 

Der pH Wert des Blutes liegt in den engen Grenzen zwischen 7, 35 und 7,45

 

Der pH Wert des Blutes ist somit leicht im alkalischen Bereich. Blut pH Werte von unter 7,0 oder über 7,8 sind mit dem Leben nicht mehr vereinbar. Ein Wert über 7,45 wird als Alkalose bezeichnet, ein Wert unter 7,35 wird als Azidose bezeichnet.

 

Somit ist ein Wert von z.B. 7,1 im medizinischen Sinn eine Azidose. Der neutrale Bereich liegt chemisch gesehen ja bei 7,0, ein Wert von 7,1 wäre somit chemisch gesehen ein leicht alkalischer Bereich, im medizinischen Sinne jedoch schon eine starke Azidose.

Da im Körper durch den Stoffwechsel ständig v.a. Säuren anfallen, muss es für den Organismus eine Möglichkeit geben, den pH Wert in engen Grenzen zu halten. Dies geschieht mittels Puffersystemen.

In der unteren Abbildung sehen sie ein Beispiel aus der Praxis. Der Säure - Basen Haushalt wird mit Hilfe einer sog. Blutgasanalyse bestimmt. Dabei wird dem Patienten aus einer Arterie Blut entnommen und die Blutgase, die Elektrolyte und der pH Wert bestimmt.

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